Gemeinsam mit den Flüchtlingen und aus den Diskussionen, wie eine neue Perspektive in Deutschland aussehen könnte, entstand ein neuer konzeptioneller Ansatz: die Genossenschaft Internationales Quartier Hamburg-IQHH. Der Idee liegt der Gedanke zugrunde, dass Wohnen ein menschliches Grundbedürfnis ist und der soziale Anschluss in die Aufnahmegesellschaft für die Geflüchteten am besten über dezentrales Wohnen gemeinsam mit Einheimischen hergestellt wird. Die Genossenschaft will daher einen Übergang erreichen in eigenen und selbst geplanten und gebauten Wohnraum. Die Planungen sollen Wohnen, Arbeiten und Lernen in der Gemeinschaft verbinden. Entscheidend ist hierbei, dass die Geflüchteten so nicht nur als Hilfsbedürftige wahrgenommen werden, sondern sich als aktive Gestalter ihrer Lebensumstände mit großen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten einbringen. Vor diesem Hintergrund ist eine Genossenschaft in Gründung zur Gestaltung eines neuen Lebensmittelpunktes.